
Günter Bust bei einer Probe des Zentralen Chores am 29.11.1950
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Die Gründung des Chores entwuchs den kulturellen Beiträgen
der Universität zum Deutschlandtreffen 1950. Ein Student Prof. Fritz Reuters, Günter Bust,
gründete den Chor zunächst als "Zentralen Chor" und übergab ihn kurze Zeit später
an Carlferdinand Zech, der zu der Zeit ebenfalls noch Student war. 1951 beteiligte sich
der Chor dann als Teil des Reichardt-Ensembles an den III. Weltfestspielen
in Berlin. Das damalige Reichardt-Ensemble umfasste dabei nicht nur den
Chor; gleichzeitig gehörten noch eine Musik- und eine Tanzgruppe dazu.
Die Verleihung des Namens "Johann Friedrich Reichardt" 1951 greift alte Hallesche
Kulturtradition auf, denn der Berliner Hofkapellmeister war nicht nur ein
bedeutender Komponist der 2. Berliner Liederschule, sondern er bot den
Dichtern der frühen Romantik in seinem Anwesen "Reichardts Garten"
einen Hort für lyrische Besinnung.
Die künstlerische Leitung
des Chores lag von 1951 bis 1976 in den Händen von Carlferdinand Zech (1928-1999),
der als Dozent für Musiktheorie an der Universität wirkte. Er
führte den Chor über 26 Jahre. 1977 wechselte die künstlerische
Leitung des Reichardt-Chores für sieben Jahre in die Hände von
Berthold Schöps (geb. 1948), bis 1984 Jens Lorenz (geb. 1958) die
Leitung des Ensembles übernahm. Ihm zur Seite standen bis 2003 Bernd Ebert (geb.
1956) als 2. Dirigent und Dr. Jens Arndt (geb. 1962) als künstlerischer
Assistent. Seit 1985 führt der Chor den Namen Universitätschor
Halle "Johann Friedrich Reichardt". Ab 2003 musste Bernd Ebert den Chor aus beruflichen Gründen verlassen.
Dr. Jens Arndt übernahm seinen Platz als 2. Dirigent und als musikalische Assistenz folgte
Christine Goldberg (geb. Mustroph 1979) nach.
Dem Chor gehören ca. 90 Studenten
und Studentinnen nahezu aller Fachbereiche der Universität, sowie
eine kleine, in den letzten Jahren stetig gewachsene Gruppe weiterer Angehöriger
der Universität bis hin zum Professor an. Der "normale Studienalltag"
bringt es dann aber mit sich, dass zu den Konzerten ca. 75 Chormitglieder
verfügbar sind. Die meisten Sängerinnen und Sänger bringen
musikalische Erfahrungen aus anderen Vokalensembles in den Chor ein; eine
fundierte gesangliche Ausbildung ist jedoch für eine Mitgliedschaft
im Universitätschor nicht erforderlich. Die stimmliche Eignung für
eine Mitgliedschaft im Universitätschor wird zu Beginn eines jeden
Herbstsemesters bei einem kurzen Vorsingen ermittelt. Dies dient vor allem
der Bestimmung der jeweiligen Stimmlage der Bewerber. Weiterhin wirkt hier
allerdings auch ein "musikalischer Numerus clausus", da die "Proportionen"
innerhalb des Chores gewahrt werden müssen. Während des Semesters
liegt der Termin für die wöchentliche Chorprobe seit Jahrzehnten
auf dem Mittwochabend. Weiterhin findet sich der Chor im Verlauf eines
Konzertjahres zu insgesamt vier Probenwochenenden zusammen. Zwei dieser
Veranstaltungen liegen dabei jeweils in den vorlesungsfreien Zeiten. Zu den schönen
Ereignissen gehören außerdem zahlreiche Konzertreisen, die den Chor schon in
die unterschiedlichsten Länder, wie z.B. Frankreich, Italien, Österreich, Dänemark,
Tschechische Republik, Bulgarien, Ungarn u.a., geführt hat
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